Lessons learned #3

In der dritten Lektion ging es um Gestaltungsrichtlinen in der digitalen Fotografie bei unterschiedlichen Motivarten.

aufgabe1

Alle drei Bilder sind Portraits, die den Menschen jeweils in einer anderen Umgebung zeigen: Studio, Wohnumfeld, Arbeitswelt. Alle drei schauen direkt in die Kamera.

Beim oberen Bild handelt es sich um ein inszeniertes schwarz-weiß Portrait, das in einem Studio entstanden ist. Hier konnte der Hintergrund frei gewählt und die Beleuchtung kontrolliert angepasst werden. Man sieht nur den Kopf einer Frau bis zu den Schultern vor einem weißen Hintergrund. Sie ist leicht nach rechts gedreht und blickt in die Kamera. Ihr Gesicht wurde von vorne links angeleuchtet, wodurch sich auf ihrer linken Gesichtshälfte Schatten bilden, die die Konturen ihres Gesichts betonen. Sie scheint den Betrachter leicht anzulächeln.

Das untere Bild ist ein spontanes Portrait eines Mannes, der zuhause im Wohnzimmer unter einem Tisch sitzt, ein Glas Wein trinkt und sich Eishockey ansieht. Das Bild wurde abends aufgenommen, denn vor dem Fenster ist es dunkel. Deswegen hat der Fotograf einen Blitz eingesetzt, der sich im Fenster spiegelt. Durch den Blitz von vorne, ist das Bild gleichmäßig ausgeleuchtet und das Gesicht des Mannes gut zu erkennen. Das Bild ist gleichmäßig scharf, es ist keine Tiefenschärfe vorhanden. Hier könnte der Fotograf aus dem persönlichen Umfeld des Fotografierten kommen, da er lockerer erscheint.

Das rechte Bild zeigt einen Mann in einem Hafen, in einem südlichen Land. Er steht leicht nach links gedreht und schaut in die Kamera. Die Sonne scheint von hinten links auf den Rücken des Mannes, wodurch das Gesicht des Mannes im Schatten liegt und nicht genau zu erkennen ist. Der Hintergrund ist aufgrund der Tiefenschärfe leicht unscharf, deswegen tritt der Mann mehr in den Vordergrund.

Verzerrungen können vermieden oder reduziert werden, indem man einen höheren Standpunkt wählt oder die Kamera über den Kopf hält. Auch die Wahl eines entfernteren Standorts und das „Heranholen“ des Gebäudes durch eine Teleeinstellung kann die Verzerrung reduzieren. Wenn man bei der Aufnahme genug Platz an der Rändern lässt, kann ebenfalls durch Bildbearbeitung die Verzerrung korrigiert werden.

aufgabe3

Das linke Bild zeigt einen Sonnenuntergang am Meer. Das Bild wurde bei Gegenlicht aufgenommen, dadurch ist die Küste im Hintergrund dunkel. Während das Meer durch die warmen Farben des Sonnenuntergangs angestrahlt wird, werden durch die tiefstehende Sonne Schatten geworfen. Das Wasser bildet eine Diagonale, die den Blick des Betrachters zur Sonne lenkt.

Im Unterschied zum rechten Bild, das ein Feld in der Mittagszeit zeigt. Durch die hochstehende Sonne, die im rechten Winkel auf die Erde scheint, werden kaum Schatten geworfen. Die Linien des Feldes und die Konturen der Berge bringen Dynamik in das Bild und lenken den Blick des Betrachters. Das Feld im Vordergrund sowie die Berge im Hintergrund sind hell ausgeleuchtet und gut zu erkennen.

Bei beiden Bildern nimmt die Landschaft 2/3 und der Himmel 1/3 des Bildes ein.

aufgabe4

Das linke Bild zeigt einen Obstbaum auf einem Feld. Das Bild wirkt für mich chaotisch und überladen. Auf dem Bild ist zu viel los, man weiß nicht, wo man hinsehen soll. Durch die große Schärfentiefe sind Vorder- und Hintergrund scharf und der Blick des Betrachters wird nicht gelenkt.

Das rechte Bild hingegen wirkt für mich ruhig und strukturiert. Es ist die Nahaufnahme einer Fliederblüte. Der Fokus liegt auf dem vorderen Teil der Blüte und der hintere Teil ist aufgrund der geringen Schärfentiefe unscharf. Der Blick des Betrachters wird auf die kleinen Blütenblätter gelenkt, auf denen Wassertropfen zu sehen sind.

Praktische Aufgaben:

Machen Sie mithilfe Ihrer digitalen Kamera ein Selbstporträt mit dem Selbstauslöser. Seien Sie gleichzeitig Fotograf und Model.

Selbstporträt

Gebäude haben viele „Gesichter“. Wählen Sie ein Gebäude aus, das Ihnen ganz besonders interessant erscheint. Gehen Sie um das Gebäude herum, wenn es erlaubt ist, auch hinein. Achten Sie auf Details auch ober und unterhalb der normalen Blickrichtung. Was macht ein Gebäude besonders und einzigartig? Wie kann man einzelne Merkmale betonen und herausarbeiten? Ein Gebäude kann man auf viele verschiedene Arten fotografieren. Senden Sie die zwei besten digitalen Bilder Ihres Gebäudes ein.

MaiskolbenMaiskolben-in-Pfütze

Bild 1-3: copyright by SGD
Bild 4-6: by Urs Arets

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