Lesson learned #1

Was hab ich in der ersten Lektion gelernt?
Es ging um die Geschichte der Fotografie:

Der historische Vorläufer des Fotoapparates ist die Camera obscura. Sie wurde ursprünglich dazu verwendet um Gegenstände und Landschaften perspektivisch richtig zeichnen zu können. Die ersten transportablen Camerae obscurae wurden bereits Mitte des 17. Jahrhunderts entworfen. Dabei handelte es sich aber noch um unförmige, schwere Konstruktionen. Erst im weiteren Verlauf des 17. Jahrhunderts wurden die Camerae obscurae kleiner, handlicher und mobiler. Im 18. Jahrhundert entdeckte Johann Heinrich Schulze, dass ein Gemisch aus Salpetersäure, die leicht silberhaltig war, und Kreide in einer Glasflasche mit der Zeit im Licht dunkler wurde. Carl Wilhelm Scheele behandelte Papier mit Chlorsilber und setzte es dem Sonnenlicht aus, allerdings ließ er das Licht erst durch ein Prisma scheinen. Er stellte fest, dass sich das Papier je nach Spektralfarbe unterschiedlich stark schwarz färbte.
Dementsprechend wurde die Reaktion von Silberverbindungen und Licht für die Herstellung lichtempfindlichen Materials benutzt.
1826 oder 1827 (das genaue Jahr ist nicht bekannt) fertigte der Franzose Joseph Nicéphore Niépce das erste Foto, den Blick aus seinem Arbeitszimmer, an. Er schloss sich ein paar Jahre später mit Louis Daguerre zusammen und forschte weiter. Aus dieser Zusammenarbeit entstand später die Daguerreotypie.
Eine Daguerreotypie ist immer ein Unikat, da die Platte, die sich während der Aufnahme in der Kamera befindet, am Ende auch das Bild ist. Das heißt, sie kann nicht vervielfältigt werden. Braucht ein Kunde z.B. ein zweites Portrait von sich, muss er noch mal Modell sitzen.
Beim später entwickelten und bis heute benutzten Negativ-/Positiv-Verfahren wird der Film mit der Kamera belichtet, anschließend werden beim Entwickeln des Films Negative erzeugt, die dann durch eine Kontaktkopie zum Positiv gemacht werden. Das heißt, das entwickelte Negativ wird auf ein lichtempfindliches Stück Fotopapier gelegt und mit eine Glasplatte beschwert. Nun wird das Negativ durch die Glasplatte hindurch belichtet, und es entsteht ein Positiv.
1851 erklärte Levi L. Hill ein Verfahren zur Herstellung farbiger Daguerreotypien entdeckt zu haben und nannte es „Hillotypie“. Jedoch ist seine genaue Technik bis heute nicht bekannt. Die Firmen Agfa und Kodak brachten beide fast zeitgleich 1936 einen Farbfilm auf den Markt. Doch in den 40er-Jahren begann mit den Kodachrome-Filmen, der Siegeszug der Farbfotografie. Bei diesen Filmen wurde die additive Farbteilung auf einen Film übertragen.
Durch die Erfindung des Films und durch die Tatsache, dass sich immer mehr Menschen für die Fotografie interessierten, wurde die Entwicklung von kleinen, kompakten Kameras begünstigt.
Der Träger der fotografischen Schicht war nicht mehr aus Glas, sondern ein transparenter Kunststoff. Später wurde von Oskar Barnack die „Leica“, eine Kleinbildkamera entwickelt. Sie benötigte einen noch kleineren Film (24x36mm), der auch für Kinofilme benutzt wurde. Dadurch konnten noch kleinere Kameras entwickelt werden.
Der „Urvater“ des Beamers ist die Laterna magica, aus diesem Prinzip wurde später der Diaprojektor entwickelt und letztendlich der Beamer.
Die erste kommerzielle Kamera, die das Fotografieren ohne Film ermöglichte, wurde 1980 als Still-Video-Camera von Sony unter dem Namen „Mavica“ (Magnetic Video-Camera) auf den Markt gebracht.
Der lichtempfindliche Chip (CCD und CMOS) und das Speichmedium (Speicherkarte) sind die beiden Schlüsseltechniken in einer digitalen Kamera.
Der entscheidende Grund für die rasante Entwicklung der Digitalkameras ist die allgemeine Computerisierung der Gesellschaft.

Weitere Zusammenfassungen über die kommenden Lektionen folgen.

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